Die Basler Fasnacht in Zahlen

Zum grossen Teil, werden  lokale und zum Teil auch nationale Themen behandelt, dies auf unterschiedlichste Art und Weise. Es gibt auch Gruppierungen, speziell in diesem Jahr, die sich mit allgemeinen und internationalen Themen befassen. In diesem Jahr kann man damit  rechnen, dass mehr als üblich, gesellschaftkritische und politische Probleme behandelt werden. Das Fasnachts Comité weist deshalb die Aktiven darauf hin, sich die Fasnacht kritisch mit den Themen auseinander setzten soll, jedoch unnötige Provokationen sollen vermieden werden. Eine totale Narrenfreiheit gibt es nicht. Von einem echten Basler Fasnächtler  wird neben feinem, manchmal auch ein wenig bissigem Humor, Respekt und Anstand erwartet. Im Zusammenhang mit den tragischen und  traurigen Ereignissen und den religiös gefärbten Anfeindungen der vergangenen Wochen und Monaten hat der Obmann des Fasnachts-Comités  diesen Aufruf  gestartet, wobei er darauf hinweist, dass man keine Zensurbehörde sei, sondern bei heiklen Themen den Aktiven auf Wunsch helfend zur Seite steht

Die meisten gewählten Sujets an der Fasnacht 2015 sind mit 46 Nennungen die sozialen Medien. Alleine 29 mal wird das Thema Selfies ausgespielt.  17 mal beschäftigen sich Cliquen mit dem Verhältnis Basel Stadt und seinem Nachbarkanton Baselland und die stattgefundene, gescheiterte Fusionsabstimmung. (Zur Erläuterung Baselstadt sagte Ja, Baselland Nein)  Die Kunst und die Internationale Messe ART sorgt 15 mal für Gesprächsstoff , während 14 mal das Thema Abfall, Sperrgut, Recycling und Abfallcontainer von diversen Gruppierungen aufs Korn genommen wird..Diese Themen bekommt man in verschiedenen Variationen auf Laternen und bei den Cliquen Zügen zu sehen. Zahlreiche Gegebenheiten die gewisse Vorkenntnisse  erfordern werden anzutreffen sein. Ich versuche die wichtigsten stichwortartig hier Vorzustellen ohne dabei  ins Detail zu gehen. Euroairport, OSZE, Weltpolitik, Schweiz-EU, Veganer, Untergang Schiff Merlin, Fussball, Chaoten, – Vandalismus-Sicherheit, und und und…….
Am Mitwoch ab ca. 17.00 Uhr wird man vor dem Hotel «Les Trois Waggis» oder korrekt gesagt dem Hotel Les Trois Rois  an der Schifflände  20  exklusive und wunderbare Chaisen mit ihren prachtvoll kostümierten Insassen in Ruhe bewundern können.

Beim Fasnachts-Comité sind 2015 rund 473Gruppierungen zum Cortège angemeldet, das heisst: 139 Cliquen, Stammvereine, Gruppen. Jüngere und ältere Fasnächtler bis hin zu den Kleinsten. 69 Pfeifer- und Tambouren-Gruppen. 139 Wagencliquen und Kutschen, in Basel Chaisen genannt. 59 Guggenmusiken.

Übrigens: Guggenmusiken wurden erstmals 1923 in der Presse erwähnt. Zwar marschierte bereits 1876 eine Blechmusik am Morgesntreich mit, was jedoch zu heftigem Protest führte. Seit 1934 hatten dann die Guggenmusiken einen grossen Aufschwung, so dass 1948 der damals von den Cliquen nicht benützte Fasnachts-Dienstag – er war und ist auch heute noch weitgehend den Kindern reserviert – als spezieller Tag galt.

Heute sieht alles ein wenig anders aus. Der Dienstagabend gehört zwischen 18.30 und 23.00 Uhr den Guggenmusiken. Mit einem Sternmarsch ab Messeplatz   begeben sich die «Guggen» zum Clara-, Barfüsser- und Marktplatz, und geben dort Platzkonzerte,  während sich die Cliquen etwas mehr in die Altstadtgassen zurückziehen. Auf den Morgenstreich verzichten die Guggenmusiken, um während einigen Stunden ausschliesslich den traditionellen Trommel- und Piccoloklängen den Vorrang zu lassen.

Doch zurück zur Aufzählung, denn es gibt noch 67 Einzelmasken und kleine Grüppchen, die beim Comité angemeldet sind. Das heisst, ca. 12’000 Personen nehmen in organisierten Gruppen an der Fasnacht teil und ungefähr weitere 5- 6’000 Personen geniessen als Familien und Einzelgrüppchen die Fasnacht.

Es steht jedem Basler frei, bei einer Fasnachtsgesellschaft angeschlossen zu sein oder nach seinem Belieben Fasnacht zu machen. So werden wir auch verschiedene Gruppierungen, ob Trommler und Pfeiffergruppen, Schnitzelbänggler anzutreffen sein, die sich den Spass machen, unter dem Dach ihres eigenen Comités aufzutreten, doch dies ist eine kleine Minderheit. Rund 190 Laternen werden mitgetragen oder mitgezogen. Diese sind ab Montagnacht durchgehend bis am Mittwochvormittag auf dem Münsterplatz zu bestaunen. Ich wage zu behaupten, dass es sich hier um die grösste Open-Air Kunstausstellung überhaupt handelt. Wer noch keine Fasnachtsplakette am Revers trägt hat auch dort die Möglichkeit eine zu kaufen, denn dies ist ein bescheidenes Eintrittsticket zu dieser einmaligen Kunstausstellung. Ca. 30 Fasnachtswagen und 40 Requisiten die zum Teil mit viel Liebe zum Detail zusammen gebaut wurden, werden parallel zur Laternenausstellung, bei der Kaserne im Kleinbasel zu besichtigen sein. Sowohl auf dem Münsterplatz wie auch bei der Kaserne herrscht speziell am Dienstag fasnächtlicher Hochbetrieb. Nebenbei bemerkt, auf dem Münsterplatz ist sichergestellt, dass Sie weder Hunger noch Durst leiden müssen.

Bereits zum zweiten Mal können am Mitwoch um ca. 17.00 Uhr vor dem Hotel «Les Trois Waggis» oder korrekt gesagt dem Hotel Les Trois Rois  an der Schifflände die schönen und exklusiven Chaisen mit den prachtvoll kostümierten Insassen in Ruhe bewundert werden.

Am Montag- und Mittwochnachmittag ab 13.30 Uhr findet der Cortège sämtlicher beim Comité angemeldeten Teilnehmer auf einer festgelegten oder sagen wir vorgeschriebenen Route im Innerstadtbereich statt. Da die Fasnacht in den letzten Jahren von der Teilnehmerzahl her so gewachsen ist – würde man alle Teilnehmer gleichzeitig wie bei einer Parade laufen lassen, würde man eine Strecke von rund 15 km benötigen – darum musste das Comité einige Vorschriften erlassen. So wird der Cortège – in Basel nennen wir den Umzug nicht einfach Umzug, sondern eben Cortège (tönt doch auch viel besser, oder?) – im Zentrum der Stadt auf einer inneren und einer äusseren Route von je 3,6 km geführt. Einen detaillierten Plan finden Sie im Fasnachtsführer «Rädabäng», in dem auch zahlreiche nützliche Informationen zu finden sind. Der «Rädabäng» erhalten Sie zu Fr. 8.00 an verschiedenen Verkaufsstellen unter anderem in mehreren Hotels sowie an speziellen Comité Inseln auf dem Clara-Markt- und Barfüsserplatz.

Noch etwas zu den Themen oder Sujets der einzelnen Fasnachtsgruppierungen , die in diesem Jahr zu sehen sind. Im Fasnachtsführer «Rädäbäng» sind gegen 150 verschiedene Sujets aufgelistet.  Wobei die Einträge oft konfus sind, darum muss man sich an Hand des Auftritts der jeweiligen Gruppierungen ihren Laternen und «Zeedel» (Zeedel siehe weiter unten)  mehr Klarheit verschaffen

Zum grossen Teil, werden  lokale und zum Teil auch nationale Themen behandelt, dies auf unterschiedlichste Art und Weise. Es gibt auch Gruppierungen, speziell in diesem Jahr, die sich mit allgemeinen und internationalen Themen befassen. In diesem Jahr kann man damit  rechnen, dass mehr als üblich, gesellschaftkritische und politische Probleme behandelt werden. Das Fasnachts Comité weist deshalb die Aktiven darauf hin, sich die Fasnacht kritisch mit den Themen auseinander setzten soll, jedoch unnötige Provokationen sollen vermieden werden. Eine totale Narrenfreiheit gibt es nicht. Von einem echten Basler Fasnächtler  wird neben feinem, manchmal auch ein wenig bissigem Humor, Respekt und Anstand erwartet. Im Zusammenhang mit den tragischen und  traurigen Ereignissen und den religiös gefärbten Anfeindungen der vergangenen Wochen und Monaten hat der Obmann des Fasnachts-Comités  diesen Aufruf  gestartet, wobei er darauf hinweist, dass man keine Zensurbehörde sei, sondern bei heiklen Themen den Aktiven auf Wunsch helfend zur Seite steht

P1230424Die meisten gewählten Sujets an der Fasnacht 2015 sind mit 46 Nennungen die sozialen Medien. Alleine 29 mal wird das Thema Selfies ausgespielt.  17 mal beschäftigen sich Cliquen mit dem Verhältnis Basel Stadt und seinem Nachbarkanton Baselland und die stattgefundene, gescheiterte Fusionsabstimmung. (Zur Erläuterung Baselstadt sagte Ja, Baselland Nein)  Die Kunst und die Internationale Messe ART sorgt 15 mal für Gesprächsstoff , während 14 mal das Thema Abfall, Sperrgut, Recycling und Abfallcontainer von diversen Gruppierungen aufs Korn genommen wird..Diese Themen bekommt man in verschiedenen Variationen auf Laternen und bei den Cliquen Zügen zu sehen. Zahlreiche Gegebenheiten die gewisse Vorkenntnisse  erfordern werden anzutreffen sein. Ich versuche die wichtigsten stichwortartig hier Vorzustellen ohne dabei  ins Detail zu gehen. Euroairport, OSZE, Weltpolitik, Schweiz-EU, Veganer, Untergang Schiff Merlin, Fussball, Chaoten, – Vandalismus-Sicherheit, und und und…….
Auswärtige Besucher werden somit während den drei Fasnachtstagen richtig gefordert die einzelnen Thematiken richtig zu verstehen und  einzuordnen.

Die verschiedenen Cliquen, grössere und kleinere Gruppen gehen auf ihr gewähltes Sujet in schriftlicher Form auch mit einem Pamphlet vertieft ein, wir nennen diese Zeedel. Somit werden rund 300 mit spitzer Feder und dem nötigen Witz – im Basler Dialekt – verfassten Zeedel am Montag und Mittwoch, den am Strassenrand stehenden Menschen, verteilt, die dann zu Hause diese Pamphlete sich mit einem schmunzeln zu Gemüte führen.

Dies alles tönt für Sie wahrscheinlich etwas kompliziert, doch trösten Sie sich, Sie stehen damit nicht alleine da. Es ist ja auch nicht so wichtig, sämtliche organisatorischen Details zu kennen, wichtig ist nur zu wissen, dass vom 10. bis 12. März  während drei Tagen und Nächten im ganzen Innerstadtbereich, das heisst  zwischen Mustermesse, Wettsteinbrücke, Bankenplatz, Barfüsserplatz, Schifflände und Claraplatz sich die Fasnacht in ihrer Vielfältigkeit und Einmaligkeit abspielen wird. Sollten Sie trotzdem noch Fragen haben, und Sie sprechen einen Fasnächtler an so warne ich Sie hiermit. Denn, je nachdem wen Sie fragen oder ansprechen, können Sie verschiedene Antworten erhalten und alle sind irgendwie richtig, denn die Basler Fasnacht erlebt Jeder individuell und auf seine Art.