Basler «Aeschestraich»

26. Februar 2015 | Von | Kategorie: Kurz & bündig

Rubrikenbild K&BAm Freitag nach der Fasnacht beginnt in Basel die Fastenzeit. Am Übergang von der Fasnacht zur Fastenzeit steht der Basler «Aeschestreich» in der Predigerkirche. Mit einem Trommelschlag beginnt die Feier, mit dem traditionellen Ascheritual endet sie.

 Sind die letzten Piccoloklänge in der Stadt verklungen, können sich die Basler auf die Fastenzeit einlassen. Man könnte sagen, die Fasnacht ist das korrekte «Vorspiel» zur Fastenzeit: Richtig «die Sau rauslassen», bevor man sich besinnt.

Unter der Oberfläche sind Fasnacht und Fastenzeit zwei Seiten der gleichen Medaille: Hier wie dort geht es darum, was den Menschen unter den Nägeln brennt. Erst mit bissigem Humor und dann mit besinnlichem Ernst machen sich die Menschen Gedanken darüber, was sie im Innersten betrifft.

Der Angelpunkt dazwischen ist in Basel der «Aeschestreich» in der Predigerkirche Basel. In diesem Jahr wird die Fasnachtslaterne einer Stammclique im Mittelpunkt der Feier stehen. Trommelklang knüpft an die Fasnachtstage an, das «Bach Kollegium Freiburg» nimmt musikalisch den Stab auf. Das traditionelle Ascheritual steht am Schluss der Feier, die Asche steht für das Bewusstsein: ich bin endlich wie jeder Mensch. Das Ritual ist eine Einladung, anderen Menschen durchaus mit fasnächtlicher Offenheit, aber respektvoll zu begegnen, im Wissen um die eigene Begrenztheit, und gerade bei gegeneiligen Meinungen

Man könnte sagen: das Ascheritual dient einem Waggis dazu, die «Saublootere» und die schreckende Larve abzulegen und stattdessen zuzuhören. Ja: «Der Carneval ist vorbei.»

Aesche-Straich. Feier zum Übergang von der Fasnachts- zur Fastenzeit. Predigerkirche Basel, Freitag 27. Februar 2015, 18 Uhr. Veranstalter: römisch- und christ-katholische Kirche Basel\land

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