Münsterplatz und Kaserne: In Ruhe geniessen

24. Februar 2015 | Von | Kategorie: Nachrichten

Am Cortège kommen die Laternen und Wagen so schnell vorbei, man hat kaum Zeit, sie richtig zu geniessen. Anders am Fasnachts-Dienstag; da stehen die „Lampe“ ruhig auf dem Münsterplatz, die Wagen und Requisiten ebenso auf dem Kasernenareal. Zeit und Musse, sich diesen Kunstwerken mit der nötigen Ruhe zu widmen.

Vorneweg: So ganz einfach ist es mit der Ruhe auf dem Münsterplatz nicht. Schon am Nachmittag sind Volksscharen damit beschäftigt, die vielfältigen Laternen und die darauf befindlichen Sprüche zu geniessen. Dazu nützen die diversen Zyschtigs-Zyygli die Möglichkeit, sich in romantischer Stimmung zu präsentieren. Ganz genial tat dies eine Formation, die in weissen Bademäntel und mit Udo-Jürgens-Läärvli unterwegs war und auch den einen oder anderen Evergreen des viel zu früh verstorbenen Wahlschweizers (leider in Zürich…) nicht immer schön, aber dafür ausserordentlich laut zu intonieren.

 

Wechseln wir zur Wagenausstellung auf das Kasernenareal, weil wir dort einige Sprüche von den Wagen notieren wollen. Gar nicht so einfach, es hat weniger als auch schon. Die Klybegg Chnulleri lassen einen aber nicht im Stich mit ihrem fasnächtlichen Sujet:

S Comité hett e neui Route uusegfunde
muesch jetz alli Dürm aimool umrunde

Bei den Glaibasler Schränzbrieder haben die Partnerinnen der Aktiven wohl alle Schränke geleert, denn es hängt jede Menge Unterwäsche am Wagen. Mit ihren Partnerinnen eher Mühe haben anscheinend die Stääge-Hysler:

My Frau, die ewigi Emanze
gönnt mir nit emool my Ranze

Süss mögen es dafür die Buure-Lümmel, die sich mit den wenig zahnfreundlichen Leckereien beschäftigen:

Mir Lümmel hätte doo au no e Idee
in dr Chirche sott s als Hoschtie Läckerli gee

An dieser Stelle sei auch huer angemerkt, dass die Zitate buchstabengetreu übernommen wurden und für Fehler ausschliesslich die Autoren haften. Einem beliebten Sujet hat sich der Autor der Herremätteli Clique angenommen:

Au so aine wie dr Müller Geeri
findet per SMS e Beeri

Da assistieren die Ammedysli geschickt:

Mängmool dängg i schon no soo
Hättig doch s Fuudi statt s Gsicht uffgnoo

Die Wagen- und Requisiten-Ausstellung ist nicht nur Gelegenheit, in aller Ruhe die Kunstwerke – und das sind sie zweifellos – zu geniessen. Den Wagencliquen gibt es auch Gelegenheit, ihren Passiven für den Jahresbeitrag und die Unterstützung zu danken. So gibt es fast bei jedem Wagen eine kleine Verpflegungsstation. Da wird Raclette verteilt, werden Spiegeleier (Merci GaGG-Ai-Waggis) gebraten und jede Menge Weisswein ausgeschenkt, teilweise in beachtlicher Qualität (Merci Gnillefäger). Kurz ujnd gut: Eine Station, die am Fasnachtsdienstag einfach ein „Must“ ist!

 

 

 

 

 

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