Underwäggs am Määndignoomidaag

23. Februar 2015 | Von | Kategorie: Nachrichten

Den Määndig beginne ich mit einem ersten Umtrunk im Hotel Basel, zudem mich Peperoni samt Helgenträgerin eingeladen hat. Die beiden haben den geplanten „Ausmarsch“ abgebrochen: ES SCHIFFT TATSÄCHLICH! Nachdem uns der Petrus im letzten Jahr verwöhnt hat, ist dieses Mal Regen angesagt. Und die Pellerine.

Ich marschiere zum Theodorskirchplatz, um meine engste Familie abmarschieren zu sehen (toller Zug zu Ehren Von H. R. Giger). Daneben stehen d Optimischte. Die haben den Joker gespielt und gezogen! Ihr Sujet – Sauce Holland(e)aise – sieht vor, dass sie IN GELBEN REGENMÄNTEL LAUFEN MÜSSEN. Et voilà! Besser könnte es nicht passen.

Ich gehe für einen Kaffi Lutz ins „Schiefe Eck“. Diese Gegenwelt ist etwas gar grob zu diesem Zeitpunkt. Erstens setzte ich mich unwissenderweise an einen Dealer-Tisch und muss mich noch rechtfertigen, dass ich gerade keinen Stoff kaufen möchte. Und – viel schlimmer – Tante Fischer ist auch in diesem Lokal ATEMLOS! Nix wie raus.

Es ist 15 Uhr und: Der Regen hat aufgehört. Hinten im Elsass sieht man sogar einige blaue Flecken am Himmel. Auf der Mittleren Brücke ist das Gedränge nicht so riesig. Noch beherrschen Regenschirme die Szenerie. Dem Regenstopp wird nicht bedingungslos geglaubt. Unter der Brücke rauscht die MS ZUGERSEE hindurch. Auf meiner Route sehe ich viele der mittlerweile 120 Waggiswagen.

Es gibt wirklich schöne Gebilde, wo man merkt, dass lange gebaut wurde: D P(r)oscht-Waggis z.B. haben einen veritablen Basilisken nachgebaut. Andere Waggis-Cliquene haben sich wahrscheinlich einmal zum „Wagenbeschmieren“ getroffen und das wars dann. So schön auch die Aktion „Goldenes Räppli“ der Wagen IG daherkommt: Anstatt schöne Wagen prämieren zu lassen, sollte man die schlechtesten identifizieren. Auffällig auch „dr Hienerstall“. Weil sie gerade Pause machen, sieht man ausschliesslich Frauen auf dem Wagen…

Im Kleinbasel treffe ich den Yyfädler Steiner. Tropfnass aber tapfer bewacht er den neuralgischen Punkt am Brückenkopf. Er muss noch durchhalten bis kurz nach sechs. Dann krachts es zweimal heftigst: Als erstes erscheint d Räpplispalter-Gugge. Sie führen ein zwölfköpfiges Schlagensemble mit sich und die TV-Leute bedauern es für einen Moment, dass sie schon am Abbauen sind… Hammersound!

Kurz darauf schleicht sich eine andere, rotschwarz gewandete Gugge mit sehr auffälligem Marsch-Schlag-Rhythmus aus dem Loch unter dem Hotel Merian und biegt ein in Richtung MANOR. Dort stellen sie sich für eine halbstündige Ovation auf: Es sind die fünfzehnjährigen FUNATIKER. Eine topausgebildete Gugge mit einer achtköpfigen Schlagabteilung, die absolut präzise ihre Becken, Snares und grossen Trommeln bearbeiten (als hätten sie es einstudiert). Die haben sogar Fellschlegel auf Mann, wenn es denn ein bisschen sanfter tönen soll. So kommt „Man hätten“ von BLIGG daher, als wären die das Backgroundorchester vom Rapper. Ich bleibe eine halbe Stunde stehen und freue mich über diese grossartige Leistung. Und ich freue mich vorallem, dass sie nicht ATEMLOS spielen.

Dann kommt Douwe. Ein holländischer Freund (einer, der mit dem Flugzeug kam und auch wieder geht… es kommen nicht alle mit dem Camper…). Wir haben nicht abgemacht, wir treffen uns einfach zufällig und gehen zu einem Bier in den Lällekönig. Dort sitzt der FCB-Karli und muss sich einiges anhören. Es wissen wieder alle alles besser. Wir trinken ein Bier und ich schliesse meinen Montagnachmittag ab mit dem Besuch der „Waageleerete“-Orgie auf dem Märtplatz: Etwa ein Dutzend Wäge stehen dort und geben weg, was noch auf dem Wagen ist. Der Wagen muss leer sein, damit das Mittwoch-Material Platz hat. Ein paar von den Wagen dürfen auf den Kasernenplatz bis zum Mittwoch, wo sie auch das Mittwoch-Material bunkern. Die andern müssen sich auf längere Fahrten in die nasse Nacht einrichten. Münchenstein, Ettingen, Reinach, alles Orte, wo Fasnachtswagen auf den Mittwoch warten.

Gemäss meteo.search.ch wird der Abend ab 21 Uhr trocken. Ich würde es allen gönnen.

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