s’Frässerli zem 12. + 1 Mool, wie allewyyl aimoolig

22. Februar 2015 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Das Motto vom diesjährigen traditionellen «Frässerli» vom Peperoni,  „zwelf… und ains derzue“ hätte ohne weiteres als 13. Auflage angesagt werden können. Denn, dass 13 eindeutig eine Glückszahl ist bewies das diesjährige «Frässerli» im ausgebuchten Basler Keller vom Hotel Basel.

Der Prolog vom Gastgeber Peperoni mit dem mit spitzen Pointen gespickten Jahresrückblick war bereits ein erster Höhepunkt und stimmte in den spannenden Abend ein. Weiter ging es mit einem brillant gepfiffenen und getrommelten Calvados von den Trou Bâloise mit den Doppelmetern vom DC.

Und schon wurde die erste kulinarische Gaumenfreude aufgetragen, Dreilerei verschiedene Tartar als Vorspeise Nummer eins.
Den Schnitzelbangg Reigen des Abends startete der Singvogel mit hervorragenden Versen, tollen Helgen und gewohnt brillantem Vortrag.

Danach wurde «e uffgschyymti Zitroonegras-Suppe mit eme Crevettenspiess» aufgetragen. Eine Delikatesse aus der Küche von Esther Brühwiler. verwöhnte den Magen der Gäste.

Ende der sechziger Jahre war das Glepfschyt 20 Jahre lang ein Spitzenbangg beim Comité, anschliessend durfte man den Bangg noch jahrelang als Betty und Bossi geniessen. Die als Überraschung angesagte Pionierin der weiblichen Schnitzelbangg Szene, Rosmarie Utzinger glänzte mit dem in Versform gehaltenen feministischen Vortrag «d Sagg-Gass». Sie zeigte auf wie schlecht unsere berühmten weiblichen Vorfahren bei den Strassennamen abschneiden. In ganz Basel gibt es nur 5 Frauen die so geehrt wurden und da reichte es nur mal gerade für eine Sackgasse. Mes compliments Rosmarie, Du hast es nicht verlernt spitze, humorvolle Verse vorzutragen.

Es wurde Zeit wieder dafür zu sorgen, dass der Magen nicht zu kurz kommt. Mit einer weiteren Köstlichkeit verwöhnte das Hotel Basel Team die Gäste mit Vorspeise Nummer zwei
Kaum waren die Teller abgeräumt  kam der Doggter FMH mit seiner Gundula. Auch in diesem Jahr strapaziert er mit seinen brillanten Pointen die Lachmuskeln des Publikums.

Bekanntlich tritt der Peperoni als Kuh auf. Ein brillantes Wortspiel Q-Ovadis vom Glepfschyt mit Kuh, cow, vache und muh begeisterte die Gäste.
Gleich darauf trat der Peperoni mit seinen Enkeln auf und erntete fulminanten Beifall mit seinen Versen wie z.B:

Der Gerri Müller macht frivol
unter sym Phult e Aigegool.
Das Selfie goot an‘s Zwaitwyyb. „Wie findsch mi fuudiblutt?“
Do schrybt si zrugg:  „Bild nicht scharf …vermutlich Zoom kabutt!“

D Concita Wurscht het’s usbrobier
und sich dä Fluumbaart abrasiert.
Denn stoot sy vor e Spiegel und luegt sich s Resultaat aa.
Und sithäär heisst das Wiirschtli nei:  “Concitta Cippolata“.

Vor dem Hauptgang, «Kalbsrugge am Stigg broote, Calvados-Jus mit Morchle,», traten die beiden Spitzen Tambouren «Doppelmeter» mit dem Pumperniggel auf.
Schlag auf Schlag ging es weiter, mit den Stroosewischer, auch er ein Comité Bangg.  Er glänzte wie eh und je und er wischte pointenreich «dr Drägg e wägg e wägg….» Und schon ertönte der Tango vorgetragen von den fünf Pfeiffervirtuosen «Trou Normand», bevor das Dessert aufgetragen wurde.

Es war bereits nach 23.00 Uhr als der Peperoni mit seinem Epilog allen e scheene Oobee und e scheeni Fasnacht wünschte, bevor der Abend mit dem Wettsteinmarsch sich langsam dem Ende zu neigte.
Es war wiederum ein unvergesslicher Abend, eine tolle Einstimmung auf die kommenden «drey scheenschte Dääg» dank dem Gastgeber, Peperoni mit allen Fasnachts Akteuren und dem Hotel Basel Team die uns fürstlich bewirteten. Als wir dem Heimweg antraten – bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter – hofften wir, dass wir in 28 Stunden den Morgestraich bei dieser Witterung geniessen dürfen.

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