Olymperinnen – Damen und Dramen

17. Februar 2015 | Von | Kategorie: Medienmitteilungen

Logo OlympiaAuf die öffentliche Einladung der Fasnachtsgesellschaft Olympia 1908 (/2015/01/20/die-1-fasnachtssensation-olympia-oeffnet-fuer-frauen/) reagierten viele Fasnächtlerinnen mit herzlichen, originellen und persönlichen Bewerbungen. Die olympische Jury wählte vier Bewerberinnen aus. Darunter sogar eine ehemalige Pfeiferkönigin und eine ehemalige Sujetverantwortliche.

Der Präsident der Olympia, Oscar Olano, erklärt: «Unser Sujet – Schnauze Fräulein! – beleuchtet den modernen Rollentausch der Geschlechter. Als über 100jährige Männerclique müssen wir uns mit diesem Thema auch fasnächtlich auseinandersetzen. Mit unserer Einladung wollen wir das Durchsetzungsvermögen von Frauen in der Fasnachtswelt testen und die mutigsten mit einem einmaligen Fasnachtserlebnis belohnen.»

Die Einladung löste teilweise heftige Reaktionen aus: Offenbar wurde einige Damen aktiv davon abgehalten, sich bei der Olympia zu bewerben, und angeblich musste eine Dame sogar ihre Bewerbung zurückziehen. Die Olymper bedauern diese Reaktionen, die aus Sicht der Olympia nicht zum Image der aufgeschlossenen Fasnächtlerinnen passen ausserordentlich. Selbstverständlich marschieren an der Fasnacht trotzdem vier Damen – je zwei am Montag und am Mittwoch – bei der Olympia mit.

«Von der Fasnacht wird erwartet, dass bissige Sujets konsequent ausgespielt und Tabus humorvoll gebrochen werden. Dass die über 100jährige Männerbastion Olympia das klassische Thema Frau und Mann ausspielt, indem sie Frauen zu Olymperinnen macht, ist ein humorvoller Tabubruch. Wir sind sicher, dass unsere Olymperinnen eine einmalige Erfahrung – mittendrin statt nur dabei – in einer traditionellen Männerclique machen und sich davon überzeugen werden, dass Männercliquen moderner und aufgeschlossener sind, als manchen offenbar lieb ist…», so der Präsident der Olympia.

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