Kinder-Charivari 2011: Kann der geheimnisvolle «Dummpeter» auch den Jungen Laferi die Fasnacht retten?

20. Februar 2011 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Das 36. Kinder-Charivari mit dem Titel «Dr Dummpeter» erlebte gestern Nachmittag auf der Kleinen Bühne vom Theater Basel vor ausverkauftem Haus eine glanzvolle Première. Ein spielfreudiges Ensemble, tolle Fasnachtsmusik und eine spannende Geschichte sorgten bei Klein und Gross für beste Unterhaltung.

Im Saal herrscht gespannte Stimmung. In den ersten drei Reihen sitzen Kinder auf Kissen. Es wird dunkel und das Kinder-Charivari-Märschli erklingt. Dann hebt sich erstmals der Vorhang. Die Geschichte beginnt wenige Tage vor der Fasnacht im Cliquenkeller der Laferi-Clique. Er wurde kurzfristig zur Werkstatt umfunktioniert. Hier ist die Junge Garde unter Aufsicht von Sujetobmann Balz an den letzten Vorbereitungen für die Fasnacht. In jeder Ecke wird eifrig gearbeitet. Die Laterne erhält die letzten Pinselstriche. An einem Tisch malt Conny die Larven, ein Kostüm wird angepasst und es werden Laternenverse «gebrünzlet». Das Sujet der Jungen Laferi ist « in Basel wird immer mehr verboten». Es herrscht eine ausgelassene und fröhliche Stimmung. Da fällt auch mal ein spontanes «Hopp FCB». Die Pfeifer singen «Oho pfyffe, immer wieder pfyffe, bis es am Mäntig vieri schloot».

Miri Bühler, die Obfrau der Jungen Garde kommt in den Keller. Sie ist erfreut, dass alle Arbeiten bereits so weit fortgeschritten sind. Dann liest sie vor was unbedingt zu machen ist. Darunter auch dass der Letzte das Licht löschen und dass alle Stecker herausgezogen werden müssen. Doch einer wird vergessen und so bricht in der Nacht Feuer aus. Die Feuerwehr löscht zwar den Brand, doch als die Jungen Laferi in den Keller kommen ist alles verbrannt. Alle stehen traurig und geschockt da und singen: «S hett aifach aafoo brenne, jetz mien mir alle flenne». Und Miri Bühler konstatiert, dass ihre Junge Garde ohne Kostüme und Laterne nicht am Umzug teilnehmen kann. Im besten Fall können sie am Fasnachtsdienstag mitmachen.

Als alle niedergeschlagen dasitzen erscheint Herr Peter. Er nennt sich «der Retter der Fasnacht» und erzählt den Kindern tolle Geschichten. So etwa, als nach einem grossen Regen die ganze Stadt bis hinauf zum Münsterhügel überschwemmt war, oder als am Tag vor der Fasnacht Diebe alle Autos der Waggiswagen stahlen und die Waggisse hätten zu Fuss unterwegs ihre Dääfeli, Orangen und Räppli verteilen müssen. Doch immer hatte Peter eine Lösung parat. Und so verspricht er auch den Jungen Laferi zu helfen, allerdings müssten sie ihm vertrauen. Als die Obfrau das erfährt ist sie entsetzt. Sie kennt den Stadtstreicher und nennt ihn einen Määrliunggle und Dummpeter. Jetzt wissen die Kids nicht mehr was sie machen sollen. Doch insgeheim hoffen sie, dass der Herr Peter ihnen helfen wird. Ob ihm auch das gelingt, das sei hier nicht verraten.

Für fasnächtliche Stimmung sorgt ein Bangg, eine Guggemususig , eine Junge Garde und ein Tambourentrio. «dr Superbebbi» mit Junior, Helgeträger und Örgelimann gefällt mit guten, auch von den Kindern verstandenen Versen über den Brand im Bell-Lagerhaus, dem Zolli, Lady Gaga in Zürich und dem «Hauchdeutsch» schon im Kindergarten. Ein Riesenharst der Guggemuusig Barbarossa Binggis erhält für ihre herrlich geschränzten Melodien spontanen Beifall und die Jungi Garde der Basler Rolly begeistert in wunderbarem Charivari mit einem wunderschönen «Auprès de ma Blonde» und einem rassigen «Wettsteinmarsch». Einen spektakulären Auftritt hat der mehrfache Trommelkönig Ivan Kym zusammen mit zwei Dreikäsehochs von den Chriesibuebe Jungtambouren und einer noch kleineren Steckenlaternenträgerin. Auf dunkler Bühne mit beleuchteten Schlegeln trommelnd begeistern sie mit dem von Kym extra für das Kinder-Charivari komponierten «Newcomer».

Abschliessend stellt Obmann Bernhard Stutz alle Mitwirkenden einzeln vor. Bei den jungen Schauspielern sind das Cédrik Arpagaus (Balz), Carol Bänziger (Lucia), Bianca Candoni (Anna Tina), Saskia Gütlin (Justine), Mia Kirsch (Lou), Anja Bänziger (Dominique), Leonie Bevilacqua (Zwuggi), Sabrina Graf (Rebecca), Vithuri Rajakrishnan (Wummi), Denis Sorie (Sertan) und Justine Haizmann (Conny). Stephanie Feddern spielt die Obfrau Miri Bühler und Reinhard Stehle den Dummpeter. Idee und Text stammen von Christoph Knöll und Jacqueline Christ Knöll. Regie führt erstmals Colette Studer.

36. KINDER-CHARIVARI. «Dr Dummpeter». Kleine Bühne Theater Basel. Vorstellungen: Samstag 19., und Sonntag 20. Februar um 14 Uhr, Samstag 26. Februar um 14 und 17 Uhr, Sonntag 27. Februar um 11 und 14 Uhr. Vorverkauf an der Theaterkasse, Migros Claramärt und M-Park Dreispitz. Fr. 15 (mit Familienpass Fr. 12). Für die beiden Vorstellungen am Samstag, 26. Februar und am Sonntag, 27. Februar um 11 Uhr hat es noch einige Tickets.

 

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Video: Alain Zopfi

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